Forstseilwinde

Holzrücken

Ohne den Einsatz von Forstmaschinen zum Beispiel die Forstseilwinden, kann die Tätigkeit im Wald extrem anstrengend sein. Vor der Zeit von Traktor und LKW mussten alle Baumstämme mühsam mit Hilfe von einem Sappie und Rückepferden erledigen, diese Technik wird durchaus weiterpraktiziert in Regionen mit schwer zugänglichen Waldgebieten. Früher wurden die Stämme noch mit Langholzwagen oder in Riesen (Rutschrinnen) abtransportiert. Glücklicherweise gibt es heutzutage Geräte wie den Forstschlepper (Traktor), Forstwinden (Seilwinden), Elliatoren, Seilkränen und der Helikopter.

 

 

Beschreibung der Seilwinde:

Genau genommen handelt es sich um eine Seiltrommel, die mechanisch, elektrisch oder auch hydraulisch angetrieben wird. Wenn die freie Strecke des Seiles vor der Trommel lang genug ist, rollt sich diese selbständig auf. Ansonsten wird eine Seilführung benötig.

 

Anschaffungsgrund

Meist wird mit einer dreipunkt -an -Bauseilwinde gearbeitet. Mit der Anschaffung einer Seilwinde und geeigneten Adaptierungen für den Traktor, kann man schnell und preiswert eine gute Maschinenkombination für das Holzrücken bereitstellen. Gerade bei Dauerbelastungen darf eine Forstseileilwinde keine Schwachstellen vorweisen.

Die Seilwindenausstattung hat sich im Verlauf der Zeit ähnlich zur Traktorenausstattung entwickelt. Mit leistungsstarken Motoren sind auch leistungsstarke Forstseilwinden entstanden.

 

Seile und Ketten

Die Mindestbruchlast eines Seiles sollte dem doppelten der maximalen Windenzugkraft entsprechen. Das heißt bei einer Zugkraft der Winde von 6 Tonnen, muss das Seil eine Bruchlast von mindestens 12 Tonnen aufweisen. Diese Regel gilt auch für alle anderen Teile die in direktem Zusammenhang zum Seil stehen.

 

 

Förster werden

Um in Deutschland Förster werden zu können, muss man eine Ausbildung zum Forsttechniker oder Forstwirt absolviert haben. Alternativ kann man auch Forstwirtschaft an der FH oder Forstwissenschaften an der Universität studiert haben. Nach dem Studium geht es mit einer Ausbildung im Staatsdienst weiter, die mit einer staatlichen Laufbahnprüfung als Forstinspektor oder Forstassessor endet.

 

 

Aufgaben der Forstwirtschaft:

Die meisten Forstseilwinden werden im Bereich von 5 bis 6 t Zugkraft gekauft. Der Richtwert liegt bei ca. 10 kW pro Tonne. Natürliche muss auch das Eigengewicht und die Belastbarkeit des Oberlenkers berücksichtigt werden. Dies ist eine Grundlage für die Stabilität des Rückegerätes.

Totmannsteuerung:
Beim Unterbrechen der Zuglastigkeit wird die winde automatisch eingebremst. Erst durch das Lösen der Bremse wird das Seil freigegeben.

Breite des Rückenschildes:
Eine richtige Wahl beim Rückenschild kann entscheidend sein. Für das Angleichen von Quereignungen in den Rückengassen und beim Lagern ist ein Schild zu bevorzugen, welches gleich oder breiter ist. Ist man im Bestand tätig, sollte die Schildbrite 10 bis 30cm schmäler sein als die Traktorenspur.

Funksteuerung:
Beim Einsatz einer Funksteuerung kann man eine Leistungssteigerung von 20-30% erwarten. Die Funksteuerung rechnet sich ab ca. 50 Betriebsstunden, vom sicherheitstechnischen und ergonomischen Standpunkt aus gesehen schon früher. Seten Sie auf Sicherheit bei Ihrer Forstseilwinde!

Trommelnachlauf:
Um eine Langlebigkeit Ihres Seiles zu gewährleisten, ist es von Vorteil wenn das Seil immer unter zur aufgewickelt wird. Gerade beim Nachlaufen der Trommel können lockere Wicklungen entstehen. Dieses Nachlaufen kann mit Hilfe der Justierungsschrauben ausgeglichen bzw. unterbunden werden. Es können auch spezielle Nachlauf-Stoppeinrichtungen nachgekauft werden.

Achten Sie darauf, dass laut STVO darf, hinter einem Dreipunkt-Anbaugerät kein Anhänger gezogen werden darf. Ausgeschlossen nicht öffentliche Straßen.

In Deutschland sind alle Waldbesitzer durch das Bundes- und Landeswaldgesetz verpflichtet, ihre Wälder ordnungsgemäß und nachhaltig zu bewirtschaften (§11 Bundeswaldgesetz). Der Wald wird hierbei nicht nur als Rohstoffquelle betrachtet, auch Arten-, Boden-, Klima- und Wasserschutz stehen im Vordergrund. Es ist also ein Abwägen von wirtschaftlichen und ökologischen Interessen nötig.

 

 

Einteilung der Förste

Bundesforst:
Beim Bundesforst (Staatsforst) handelt es sich um staatseigene Wälder. Die Aufsicht hierfür steht bei der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben.
In Österreich liegt die Betreuung bei der österreichischen Bundesforste AG.

Körperschaftswald:
Laut §3 Bundeswaldgesetzt, handelt es sich bei einem Körperschaftswald um Wald des öffentlichen Rechtes wie Gemeinden und Städten.

Privatwald:
Befindet sich ein Wald nicht im Eigentum des Staates, Gemeinden, Städten oder Kirchen, spricht man von Privatwald. Dieser Wald steht im Eigentum von natürlichen, juristischen Personen oder Personengesellschaften.
Einteilung Privatwälder:
-Kleinstprivatwald (Größe: unter 5 Hektar)
-Kleinprivatwald (Größe: 5-200 Hektar)
-mittlerer Privatwald (Größe: 200-1000 Hektar)
-Großprivatwald (Größe: über 1000 Hektar)

In Deutschland macht der Privatwald mit ca. 47% der Waldfläche den höchsten Besitz aus.

 

 

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